Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst drohen zu Scheitern. Die Gewerkschaft Verdi nannte das Angebot der Arbeitgeber eine "Frechheit und Dreistigkeit".
Die Bundesländer beharren auf der 40-Stunden-Woche. Auch bei einer Arbeitszeit-Staffelung nach dem Alter der Beschäftigten müssten unter dem Strich 40 Stunden herauskommen, sagte Verhandlungsführer Möllring.
Der Stellenabbau in deutschen Unternehmen geht offenbar langsam zu Ende. Höhere Pauschalabgaben könnten jedoch eine Viertel Million Minijobs vernichten, meint BA-Vize Alt.
Mehrere tausend Ärzte der Universitätskliniken und Landeskrankenhäuser werden am Mittwoch zeitweise die Arbeit niederlegen. Für die Mediziner der kommunalen Kliniken beginnen die Gespräche kommende Woche.
Im Jahresdurchschnitt rechnet die Bundesanstalt für Arbeit mit weniger Arbeitslosen als bisher. Angesichts von über fünf Millionen Menschen ohne Arbeit fordert Sozialminister Müntefering mehr Verantwortung der Wirtschaft.
Schon einen Monat vor Ablauf der Friedenspflicht beginnt die IG Metall in Baden-Württemberg mit Warnstreiks. Sie sieht sich wegen der gekündigten Regelung der Steinkühler-Pause im Recht.
Hartz IV verteilt die Einkommen unter den ärmsten Haushalten um. Bisher ist die Armutsquote in Deutschland durch die Reform kaum gestiegen - das dürfte sich aber ändern, warnen Forscher.
Auch im Februar waren in Deutschland mehr als fünf Millionen Menschen ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl jedoch um knapp eine viertel Million.
Die Gewerkschaft hat die Arbeitgeber aufgefordert, im Tarifstreit mehr Kompromiss-Bereitschaft zu zeigen. "Wenn der Streik jetzt weitergeht, tragen allein die Länder die Schuld", sagte Verdi-Vorstand Martin der Netzeitung.